Wein: Farbe helles Gelb-Grün, Duft zuerst etwas Citrus, dann nach Pfirsich und besonders Marille, mineralische Feuersteinnoten. Am Gaumen schöne Lebendigkeit und mit fruchtiger Leichtigkeit und Eleganz, balanciert, kein saurer Riesling, extraktreich, reif. Trauben: reife Riesling-Trauben mit 18,2 Grad KMW , vorwiegend gesunde Beeren Weinbergslage: Ried "Weelfel" in Gösing, Gemeinde Fels am Wagram Boden: Mosaikartig verschieden: Unterboden sind tertiäre Meeressande (auch Sandsteine mit Makrofossilien), lagern auf Urgesteinssockel (GföhlerGneis) auf, obenauf vermischt (Hangrutschung) mit Ur-Donauschotter. Westlich auch Ton und Schlier. Östliche Teile sind tlw. von Löss bedeckt, welcher im andern Teil durch Erosion weggeschwemmt worden ist, sodaß Unterboden frei wurde. Exposition: ganz oben am Hang des "Hengstbergs", Südausrichtung, terrassenartig steil ansteigendes Gelände mit "Gstetten" (Ökoinseln) dazwischen: vor allem Schlehdorn- Holunder u. Hagebuttensträucher, der Hengstberg ist der Südostausläufer der Böhmischen Masse (Granitscholle), die öfters an Meeresarme brandete Weingarten: 1991 gepflanzte Anlage, Bogenschnitt und hohe schlanke Laubwand, ca.4000 Pflanzen/ha Ertrag: 30 hl pro ha Ernte: 2.Oktoberwoche handgelesen in 600l Lesekisten Weinbereitung: Ganze unbeschadete Trauben mittels Schwerkraft in die Weinpresse befüllt, schonende pneumatische Pressung, danach Tonerdeschönung, Mostvorklärung durch 4 h Stehenlassen, langsame kühle Gärung mit eigener bodenständiger Hefe in Stahltank, Vollfüllen, später 1.Abstich und 2monatiger Ausbau auf dem Feintrub, Grobfiltration Februar, Mitte März Füllung in Flasche Weinentwicklung: duftige Primäraromen schon nach Füllung, ab Herbst jedoch mehr Steinobstaromen und ausgewogener am Gaumen Trinkoptimum: ab April, 2 bis etwa 3 Jahre lebendige Frucht, duftig und jetzt zu trinken Analyse: Alk 12,0 % Säure 8,1 g/l Restzucker 7,8 g/l
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